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Mindestens 40 km östlich von Kassel

Ein Film über Lindewerra

Das damalige Grenzdorf Lindewerra (ehemalige DDR) war nur 15 Meter von der Bundesrepublik entfernt. Von 1950 bis 1990 war Georg Walter als Grenz-Fotograf an der innerdeutschen Grenze tätig. Seine erste Kameraeinstellung fand 1950 in Lindewerra statt. Später belichtete er fünf mal pro Jahr das Grenzdorf und konnte so das Wachsen der Sperranlagen verfolgen.
 
Im Oktober 1989 nahm er mit dem Bundesgrenzschutz die Grenze zwischen Eichenberg und Hünfeld auf. Wenige Wochen später öffnete sich die DDR-Staatsgrenze.
Walters erstes Ziel 1990 war natürlich Lindewerra. Was er bisher nur mit Hilfe des Teleobjektivs beobachten konnte, stand jetzt hautnah vor ihm.

Ende 1991 fanden erste Kontakte mit dem Bürgermeister Bühler über das Filmprojekt DDR-Grenzdorf Lindewerra statt. Inhalt war der Ort zur DDR-Zeit bis hin zur Grenzöffnung. Bühler wollte sich für das Vorhaben bei der Kreisverwaltung einsetzen.

Lindewerra mit der gesprengten Brücke 1980

Im September 1992 gründete sich die Video-Werkstatt "Agathof". Ihre Mitglieder Georg Walter (Redaktion), Karl Heinz Friedrichs (Kamera), Rudolf Konradt (Kamera) und Horst Knoke (Redaktionsassistent) arbeiteten völlig selbstständig. Benötigte Geräte stammten aus eigenen Beständen und die anfallenden Kosten trug die Gruppe selbst. Nach Festlegung der Drehorte und des Produktionsplanes begannen im Januar 1993 die Dreharbeiten. Einen Monat später wurde geschnitten, der Vor- und Abspann fertig gestellt und Musik und Text untergelegt.
Am 27.5.93 lief dann die Erstsendung im Offenen Kanal Kassel. Vier Monate später erhielt der Film den ersten Preis der privaten Rundfunkveranstalter Rheinland/Pfalz zum Thema "Nachbarn" in Ludwigshafen. Noch im selben Jahr war die Uraufführung in Lindewerra.

Der Film ist unterteilt in:

  • Teil 1:  Die DDR-Zeit in Lindewerra. Hier sind zum einen Kamera-Einstellungen an dem noch vorhandenen Sperrzaun, aber auch Wachturm, Bunker und Fahrzeuge im Grenz-Museum Schifflersgrund zu sehen.
     
  • Teil 2:  Dieser Teil beinhaltet einen Spaziergang mit dem Bürgermeister durch den Ort.
     
  • Teil 3:  Ein Bericht über das einzige Stockmacher-Dorf der ehemaligen DDR.
     
  • Teil 4:  Im letzten Teil berichten Zeitzeugen über das Leben an der Grenze. Besonders die letzte Sequenz ist sehr beeindruckend.

     
    Kein Quicktime installiert.

Aufgabe dieses Films ist es der jüngeren Generation ein Stück selbst erlebter Zeitgeschichte zu vermitteln.

Ein Film der  "Video-Werkstatt Agathof
Redaktion: Georg Walter
Redaktions-Assistenz: Horst Knoke
Kamera: Karl Heinz Friedrichs und Rudolf Konradt
© 1993
 
 
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