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Familie

 

Mit der Teilung Deutschlands war oft die Teilung ganzer Familien verbunden. Familienmitglieder lebten diesseits und jenseits der Grenze. Gerade der Kleine Grenzverkehr war für viele Familien die im berechtigten Bereich lebten eine gute Möglichkeit den Familienzusammenhalt zu sichern. Bei Besuchen wurden regelmäßig kleine und große Mitbringsel aus dem Westen in den Osten mitgebracht.
 


 

Familie Dressler

 

Anton Dressler (Jg. 1928) flüchtete 1948 aus der DDR und lebt seitdem in Kassel. Seine Eltern und drei Schwestern blieben in Bad Langensalza. Über die Jahre hat er seine Familie regelmäßig besucht und auch über die Grenzöffnung hinaus, gibt es einen intensiven Kontakt.

Die beiden Schwestern Maria Führer (Jahrgang 1919) und Irmgard Schad (Jahrgang 1939), geborene Hildebrandt, stammen aus Raßdorf. Während Maria Ende der 40er Jahre ins benachbarte Dankmarshausen zog, da sie einen Witwer heiratete, der eine Sandmühle besaß, verblieb Irmgard in Raßdorf. Die Teilung Deutschlands hatte zur Folge, dass Raßdorf zu Westdeutschland gehörte und Dankmarshausen zu zu Ostdeutschland. Während Irmgard ihre Schwester zu Beginn noch besuchen konnte, gab es nach der Grenzziehung keine Chance mehr für sie, nach Dankmarshausen zu gelangen, da das Dorf im direkten Bereich der Grenze lag, und folglich von Westdeutschen nicht besucht werden durfte. Einzige Möglichkeit für die Schwestern sich zu sehen, war Eisenach, wo sie sich dann auch regelmäßig trafen, und insbesondere Treffpunkte wählten, an denen sie unbespitzelt miteinander reden konnten, so zum Beispiel auf der Wartburg. 

 

 

Irmgard Schad

Ingrid König

Ingrid König, Jahrgang 1942, wurde in Steinbach-Hallenberg in Thüringen geboren. Sie arbeitete als  Werbegrafikerin. Nach der Grenzöffnung zog sie 1991 zunächst zu ihrem Bruder nach Bad Hersfeld. Seit 1992 lebt Frau König in Kassel. Sie berichtet über eine amüsante Geschichte.