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Die beiden Schwestern Maria Führer
(Jahrgang 1919) und Irmgard Schad (Jahrgang 1939), geborene Hildebrandt,
stammen aus Raßdorf. Während Maria Ende der 40er Jahre ins benachbarte
Dankmarshausen zog, da sie einen Witwer heiratete, der eine Sandmühle
besaß, verblieb Irmgard in Raßdorf. Die Teilung Deutschlands hatte
zur Folge, dass Raßdorf zu Westdeutschland gehörte und Dankmarshausen
zu zu Ostdeutschland. Während Irmgard ihre Schwester zu Beginn noch
besuchen konnte, gab es nach der Grenzziehung keine Chance mehr
für sie, nach Dankmarshausen zu gelangen, da das Dorf im direkten
Bereich der Grenze lag, und folglich von Westdeutschen nicht besucht
werden durfte. Einzige Möglichkeit für die Schwestern sich zu sehen,
war Eisenach, wo sie sich dann auch regelmäßig trafen, und insbesondere
Treffpunkte wählten, an denen sie unbespitzelt miteinander reden
konnten, so zum Beispiel auf der Wartburg.

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Irmgard Schad
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Ingrid König
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Ingrid König, Jahrgang 1942, wurde in Steinbach-Hallenberg
in Thüringen geboren. Sie arbeitete als Werbegrafikerin. Nach
der Grenzöffnung zog sie 1991 zunächst zu ihrem Bruder nach Bad
Hersfeld. Seit 1992 lebt Frau König in Kassel. Sie berichtet über
eine amüsante Geschichte.
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