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Geschichte |
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Deutschland in den siebziger Jahren |
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Die Bundestagswahlen 1969 führten in der Bundesrepublik zu einem Machtwechsel. Die CDU, die seit Kriegsende 20 Jahre lang regiert hatte, wurde von der SPD abgelöst. Der neue SPD-Bundeskanzler Willy Brandt bildete mit der liberalen FDP eine Koalition. Der neuen Regierung lag es zunächst daran zu den Staaten Osteuropas gute Beziehungen herzustellen. Während der CDU Regierung hatte sich die Bundesrepublik fest an den Westen gebunden und zu den Staaten Osteuropas bestanden kaum Kontakte. So schloss die neue Regierung nach raschen Verhandlungen 1970 zuerst mit der Sowjetunion einen Nichtangriffspakt, den ,Moskauer Vertrag". Darin versprachen beide Regierungen, gegen den anderen Staat keine Gewalt (Krieg) anzuwenden. Außerdem verpflichteten sie sich, alle bestehenden Grenzen (also auch die Oder-Neiße-Grenze) als unverletzlich zu respektieren. Einen ähnlichen Vertrag schloss die Bundesrepublik kurz darauf mit Polen ab. Während seines Besuches zur Unterzeichnung des Vertrages in Warschau kniete Bundeskanzler Brandt für eine Minute des Gedenkens vor dem Mahnmal der Opfer des Ghettoaufstands von 1944 nieder. Dieses Bild löste in der ganzen Welt positive Reaktionen aus.
Da Westberlin auf dem Gebiet der DDR lag, hatten die Russen bisher mehrmals versucht, die Verbindungen Westberlins mit Westdeutschland zu blockieren. Nun aber erreichte die Bundesregierung in einem Abkommen, das die Sowjetunion ungehinderten Auto- und Bahnverkehr zwischen Westdeutschland und Westberlin versprach.
Am schwierigsten war aber sicher der Vertrag mit der DDR. Walter Ulbricht,
der hier alle Macht in der Hand hatte, sträubte sich gegen eine
Vereinbarung mit der Bundesrepublik. Die DDR hielt seit dem Mauerbau ihre
Grenzen nach Westdeutschland und Westberlin hin streng verschlossen. Erst
als Ulbricht 1971 auf Druck Moskaus durch Erich Honecker abgelöst war, kam
man zu einer Einigung.
Aber auch die CDU wollte Frieden mit den osteuropäischen Staaten. Deshalb
stimmten die meisten CDU-Abgeordneten im Bundestag schließlich zwar nicht
für, aber auch nicht gegen die Verträge. Sie enthielten sich der Stimme. |
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