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Sperrgebiet

 

Solche Kontrollgebäude standen ca. 5 km hinter der Grenze.  Diese Kontrollgebäude waren von der Volkspolizei besetzt und konnten nur mit Sondergenehmigungen passiert werden. Abgesichert waren Stellen durch Schranken.
(Foto/Günter Mach)

An den Kontrollstreifen an der Grenze schloss sich ein 500 m breiter Schutzstreifen an, daran eine 5 km breite Sperrzone. Wer im Sperrgebiet wohnte, erhielt keinen Interzonenpass mehr, durfte auch nicht aus Westdeutschland besucht werden, und Besuche aus dem restlichen Gebiet der DDR waren nur nach entsprechender Voranmeldung möglich. Veranstaltungen in der Sperrzone mussten angemeldet und bis 22.00 Uhr beendet werden, im Schutzstreifen wurden alle Gaststätten, Kinos usw. geschlossen, der Aufenthalt im Freien war nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang erlaubt.

Ab 1952 wurden in Nacht-und-Nebel-Aktionen mehrere Tausend Familien aus grenznahen Orten unter Anwendung oft brutalster Mittel  aus ihren Häusern verjagt und ins Landesinnere deportiert, wenn sie, wie es in einer Anordnung des Landesrates des Kreises Westpriegnitz vom 10. Juni 1952 heißt, "nicht zu denen gehören, auf die sich unsere Regierung verlassen kann".

Siehe auch:

Werner Mosebach

Familie Mosebach wurde am 28. August 1974 aus ihrem großen Bauernhof in Vacha ausgesiedelt. Werner Mosebach erinnert sich und beschreibt, was an diesem Tag alles geschehen ist.
Außerdem erzählt er von seinen Bemühungen, die Aussiedlungen und den Abriss zu verhindern und die Geschehnisse von damals aufzuklären.

Andra Kamczyk ist im 500-Meter-Grenzstreifen am Rande von Theisdorf geboren. Im Alter von 7 Jahren musste sie mit ihrer Familie dort wegziehen und verbrachte ihr weiteres Leben bis zur Grenzöffnung in Theisdorf. Sie erzählt von ihren Erlebnissen im Sperrgebiet. Heute lebt sie in Lohfelden bei Kassel.

Andra Kamczyk